Stimmberechtigte mehrheitlich gegen Ausweitung von Sonntagsverkäufen
13.06.2010
Heute haben sich die Stimmberechtigten im Kanton Aargau gegen zusätzliche Sonntagsverkäufe ausgesprochen. Das Abstimmungsergebnis ist ein grosser Erfolg für die betroffenen Verkäuferinnen und Verkäufer sowie für ihre Gewerkschaft Unia. Gemeinsam mit der Unia haben sich die Betroffenen gegen eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten gewehrt. Denn schon heute sind die Arbeitstage des Verkaufspersonals zu lang, die Arbeitsbedingungen zu hart und die Löhne zu tief. Es ist jetzt im Kanton Aargau gelungen, zumindest den Sonntag als arbeitsfreien Tag zu verteidigen.
Mehrheit gegen Ausweitung der Sonntagsverkäufe
Im Kanton Solothurn stimmte leider eine knappe Mehrheit der Stimmberechtigten zwei zusätzlichen Sonntagsverkäufen zu. Über beide Kantone betrachtet, gab es mehr Stimmberechtigte, welche eine Ausweitung der Sonntagsverkäufe ablehnten (67'224 Stimmberechtigte) als solche, die sich für die Vorlage aussprachen (65'464 Stimmberechtigte). Im letzten September hat das Volk im Kanton Freiburg längere Ladenöffnungszeiten klar abgelehnt.
Solothurner Regierung muss sich für Gesamtarbeitsvertrag im Detailhandel einsetzen
Die Solothurner Stimmberechtigten sagten am Sonntag knapp ja zu zwei zusätzlichen Sonntagsverkäufen. Die Gewerkschaft Unia bedauert den Entscheid. Zum Schutz des Verkaufspersonals braucht es jetzt dringend einen Gesamtarbeitsvertrag im Detailhandel, damit die Arbeitsbedingungen nicht noch mehr unter die Räder der unsozialen Deregulierung geraten. Die Kantonsregierung steht in der Verantwortung, sich jetzt zusammen mit den Gewerkschaften aktiv für den Abschluss eines Gesamtarbeitsvertrages zu engagieren.
Für Rückfragen:
Unia Aargau: Martina Flühmann, Branchenverantwortliche Detailhandel
Unia Solothurn: Claudio Marrari, Branchenverantwortlicher Detailhandel
Vania Alleva, Mitglied der Geschäftsleitung Unia, verantwortlich für Dienstleistungsberufe
